Werk und Gedächtnis. Zur Formierung der deutschen Literaturgeschichte seit der Sattelzeit - Vorlesung
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Lutz Hagestedt
Werk und Gedächtnis. Zur Formierung der deutschen Literaturgeschichte seit der Sattelzeit
Fr, 07.30–09.00 Uhr, HS 218
Vorlesung, 2 SWS, fakultativ
• alle Studiengänge; Module F, G, L, M, N, O, P, Tk3, HS/L2, IDS, studium generale
• Abschluss mit Teilnahmeschein
In der "Sattelzeit" (Reinhart Koselleck), auf der Epochenschwelle zwischen der Frühen Neuzeit und der Moderne, "erfindet" sich die "Germanistik" als historische Literaturwissenschaft. Die Institutionalisierung der deutschen Literaturgeschichte an den Universitäten, die Konzeptualisierung von Literaturgeschichte als Abfolge von Epochen und Strömungen, die Entstehung von Denksystemen, Schulen und Methoden und die Selbstreflexion des Faches bilden den Gegenstand der Vorlesung. In einem historisch-systematischen Durchgang durch die deutsche Literaturgeschichte werden die "Väter" und "Vorväter" des Faches ebenso gewürdigt wie die Hauptströmungen der deutschen Literatur mit ihren wichtigsten Repräsentanten als Gegenstand des Lehr- und Forschungsbetriebes.
Literatur zur Einführung und Begleitung:
- Heinz Schlaffer: Poesie und Wissen. Die Entstehung des ästhetischen Bewusstseins und der philologischen Erkenntnis Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990.
- Siegfried J. Schmidt: Die Selbstorganisation des Sozialsystems Literatur im 18. Jahrhundert. Frankfurt/M. Suhrkamp 1989.
- Klaus Weimar: Geschichte der deutschen Literaturwissenschaft bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. München: Fink 2003.
