Norwegen. Holger Wolandt: Knaurs Kulturführer Norwegen
aus Netzwerk-Literaturkritik, der freien Wissensdatenbank
Rezension von Lutz Hagestedt
Norwegen
Holger Wolandt: Knaurs Kulturführer Norwegen. Verlag Droemer Knaur, München 1989. 260 Seiten, zahlreiche Abbildungen.
Wenn eine deutsche Neuerscheinung zugleich in einem angesehenen norwegischen Verlag (im NKS-Forlag) erscheinen kann, dann ist womöglich Qualität im Spiel. Von manch anderen Norwegenführern unterscheidet sich Holger Wolandts Band durch seine zahlreichen Landschafts- und Architekturaufnahmen, die auch Objekte jenseits der gängigen Touristenziele abbilden und erläutern, durch sein Interesse für die literarisch-künstlerische Tradition (hier finden sich Beiträge über die norwegische Literatur, Architektur und Malerei, Einzelbeiträge über Edvard Grieg, Knut Hamsun und Edvard Munch) und durch seine – allerdings raren – großformatigen Kunstreproduktionen und Stadtpläne.
Ein solcher Führer ist relativ schwer zu erarbeiten, da nur wenige verläßliche Quellen und Handbücher existieren und es nicht einmal Denkmalsverzeichnisse gibt, die ganz Norwegen erfassen. Keine gute Verlagsentscheidung ist es da, uns auch die wenigen vorhandenen Quellen noch vorzuenthalten und auf ein Verzeichnis im Anhang zu verzichten.
Positiv hervorzuheben ist jedoch die robuste, durchgehend farbige Ausstattung mit abwaschbarem Schutzumschlag, so daß man getrost auch mal seine „Lefser“ (zuckriges Gebäck) hier ablegen kann.Erschienen in: Süddeutsche Zeitung vom 2. Juni 1989 (Sachbuch)
