Herrmann Hesse als Erzähler und Kritiker - Seminar

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Hermann Hesse
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Hermann Hesse

Hermann Hesse als Erzähler und Kritiker - L. Hagestedt

Ak (hist.), 2 SWS

alle Studiengänge

Module C, J

Modulprüfung wählbar

Abschluss mit Teilnahme- oder Leistungsschein

Do: 15.15–16.45, HS Hautklinik

Hermann Hesses indische Dichtung „Siddhartha“ (1922) gehört zu den erfolgreichsten Ichfindungs-, Selbsterfahrungs- und Identitätserkundungsromanen der Weltliteratur. Er ist in einzigartiger Weise Repräsentant des Literatursystems der Frühen Moderne und bildet den Einstieg ins Seminar. Neben dem Erzähler soll der Literaturkritiker Hermann Hesse eingehend gewürdigt werden: In rund 60 Jahren verfasste er mehr als dreitausend Buchkritiken, die im Rahmen der „Sämtlichen Werke“ in fünf Bänden erschlossen vorliegen.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich in der ersten Seminarsitzung, die endgültige Aufnahme durch einen Lektüretest zu Hesses „Siddhartha“ in der zweiten Sitzung.

Literatur:

Hermann Hesse: Siddhartha. Eine indische Dichtung. Text und Kommentar. Kommentar von Heribert Kuhn. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1998. [Suhrkamp BasisBibliothek, Bd. 2]

Marco Schickling: Hermann Hesse als Literaturkritiker. Heidelberg 2005




Material / Hausaufgaben:


  • SiddharthaUmbruchEA (http://139.30.60.221/~jk/Hesse/SiddharthaUmbruchEA.doc) (Word-Dokument)


Bitte bis zum 9. November durcharbeiten. Beantworten Sie dabei schriftlich die folgenden Fragen:

- Worin besteht die zentrale Ereignisfolge in "Siddhartha"?

- Welche Ordnung(en) präsupponiert der Text, welche Ordnungsverletzung(en) schildert er, wie lassen sich diese Verstöße gegen die Ordnung hierarchisieren?




Beantworten Sie zum 16. November schriftlich die Frage, welches Bild vom Buddhismus/Hinduismus "Siddhartha" vermittelt. Ermitteln Sie zum 23. November je ein Erklärungsangebot des Textes ("Siddhartha") für die folgenden Lexeme: Atman, Brahmane, Nirwana, Om und Samana.




zum 30. November:

Stellen Sie die Hell-Dunkel-Isotopie in "Siddhartha" dar (hier geht es darum, einige Thesen zu stilistischen (textgrammatischen) Aspekten von "Siddhartha" zu formulieren. Beispiel ist die auffällige Redundanz bestimmter Wörter aus dem Bereich (Wortfeld) "Hell/dunkel", "Licht/Schatten" usw. Welche Funktion könnte das haben?

Diskutieren Sie die Frage, ob "Siddhartha" ein exotischer Text ist und wenn ja, weshalb. (Exotismus: Hier geht es um die Frage, ob die zeitgenössischen Leser (die Primärrezipienten) den "Siddhartha" als exotische Lektüre rezipieren konnten; exotische und exotistische Literatur hat in der Frühen Moderne (ca. 1890-1930) einen hohen Stellenwert (vgl. Wilperts Sachwörterbuch, Stichwort "Exotische Dichtung", wo einzelne Merkmale des Exotischen aufgeführt werden).




Zum 7. Dezember:

Lesen Sie Hesses "Knulp" und stellen Sie graphisch die Figurenkonstellation dar.




Liebe Studierenden,

Udo Lindenberg ist nicht nur ein begnadeter Rocker ("Sonderzug nach Pankow") und Maler ("Likörelle"), sondern auch bekennender Hesse-Fan. Bekennen auch Sie sich zu Hesse, indem Sie zur kommenden Woche eine Merkmalsmatrix zur Figur des "Knulp" erstellen und dabei positive, negative und neutrale Merkmalszuordnungen erfassen (bitte jeweils mit Stellenangabe).

Schönes Wochende, Ihr LH


P. s.: den nachstehenden Hinweis verdanken wir Jan Cölln.

«Udo Lindenberg Stiftung» gegründet - Texte von Hesse für neue Songs

Calw (dpa/lno) - «Panikrocker» Udo Lindenberg (60) will mit einer neuen Stiftung dafür sorgen, dass Texte des Autors Hermann Hesse (1877-1962) Eingang in aktuelle Musik finden. Lindenberg sieht Hesse als «großen Verwandten im Denken und Herzen». Der Rockmusiker teilte mit, 2007 solle es einen Nachwuchswettbewerb in Calw, der Heimatstadt Hesses im Nordschwarzwald, geben. Drei Bands sollen 2008 bei einem Festival gemeinsam mit Lindenberg und seinem Panik-Orchester auf der Bühne stehen. Außer einer finanziellen Förderung durch die am vergangenen Wochenende gegründete «Udo Lindenberg Stiftung» können die Nachwuchsmusiker auf wertvolle Ratschläge des Altrockers hoffen.

erschienen am 11.12.2006 um 14:34 Uhr © Die Welt

Herzliche Grüße,
Jan Cölln.




Hausaufgabe zum 04.01.2007:

Kopieren Sie sich die unten ausgewählten Rezensionen Hermann Hesses (Kopiervorlagen im Leitz-Ordner des Handapparates) und arbeiten Sie sie durch.

  • Unsterblichkeit. In: Leseerfahrungen I: S. 274–276.
  • Robert Walser. In: Leseerfahrungen I: S. 362–367.
  • Weisheit des Ostens. In: Leseerfahrungen II: S. 32–34.
  • Indische Märchen. In: Leseerfahrungen II: S. 374–377.
  • Bücher, die man nicht kaufen kann. In: Leseerfahrungen III: S. 39–42.
  • Keyserlings Reisetagebuch. In: Leseerfahrungen III: S. 183–186.
  • Aus Brahmana und Upanishaden. In: Leseerfahrungen III: S. 260.
  • Reden des Buddha. In: Leseerfahrungen I: S. 348–351.
  • Hans Fallada. In: Leseerfahrungen IV: S. 454–456.
  • Elias Canetti. In: Leseerfahrungen V: S. 165 f.
  • Arno Schmidt. In: Leseerfahrungen V: S. 283.
  • Die Bhagavad Gita. In: Leseerfahrungen V: S. 319 f.




Liebe Studierenden,

für diejenigen, die sich zur Modulprüfung anmelden wollen, gilt der 15. Dezember als Stichtag. Da ich nur vollständig ausgefüllte Anmeldebögen akzeptiere, bedeutet das für Sie, dass Sie ein Thema mit mir abgestimmt und formuliert haben müssen. Dieses Thema ist auf dem Bogen ebenso einzutragen wie die Fächerkombination, das ausgewählte Modul, die Frage nach dem Freiversuch, die Lehrveranstaltung, der Beginn der Hausarbeit (25.01.2007) und der Abgabetermin (22.03.2007). Setzen Sie Ihr Kreuzchen im Feld "Hausarbeit" und unterschreiben Sie den Bogen. Unvollständig ausgefüllte Bögen gehen unverzüglich retour; Sie haben dann ein halbes Jahr später erneut die Gelegenheit zur Anmeldung.

Ihr LH

'Persönliche Werkzeuge