Der Roman des Ersten Weltkrieges - Seminar

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Der Roman des Ersten Weltkrieges - Lutz Hagestedt

Ak (syst.), 2 SWS, wo

alle Studiengänge

Module D, K

Modulprüfung wählbar

Abschluss mit Teilnahme- oder Leistungsschein

Donnerstag, 17.00 – 18.30 Uhr, HS Hautklinik


Im publizistischen „Kampf um Remarque“ Ende der Zwanziger Jahre manifestiert sich nicht nur eine Auseinandersetzung mit dem verlorenen Weltkrieg, sondern auch mit den Erfahrungen und Gesinnungen einer verlorenen Generation: „Man kann den Geist der Zwanziger Jahre ohne George, Hesse und den ‚Zauberberg‘ verstehen, so Walter Laqueur in seiner anstößigen These: „er kann aber nicht verstanden werden ohne die Geistesverfassung der Überlebenden von Langemark, Verdun oder der Somme einzubeziehen. “Folglich wird das Seminar den Kriegsroman der Weimarer Republik anhand ausgewählter Beispiele dahingehend befragen, welche weltanschaulichen, politischen und ästhetischen Fragen und Orientierungen er vorrangig kommuniziert. Dabei wird es auch um die typischen Lebensläufe seiner Verfasser (Renn, Remarque, Jünger und Zweig) und deren spezifische Auseinandersetzungen mit dem Zeitgeist gehen.

Teilnahmescheine können durch aktive Mitarbeit und regelmäßige Teilnahme erworben werden, zu denen Hausaufgaben von Woche zu Woche gehören sowie (vereinzelt) Impulsreferate. Leistungsscheine können für schriftliche Hausarbeiten (ab 15 Seiten Umfang) erworben werden.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich in der ersten Seminarsitzung, die endgültige Aufnahme durch einen Lektüretest zu Jüngers Kriegstagebuch „In Stahlgewittern“ in der zweiten Sitzung.

Primärtexte: Ernst Jünger: In Stahlgewittern. (1920); Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues (1929); Ludwig Renn: Krieg (1928); Arnold Zweig: Der Streit um den Sergeanten Grisha. (1927).

Sekundärliteratur: Hans-Harald Müller: Der Krieg und die Schriftsteller. Der Kriegsroman der Weimarer Republik. Stuttgart 1986.




Material / Hausaufgaben:


Hausaufgabe zum 19.04.:

Erstellen Sie eine Chronologie der Ereignisfolge des Romans "In Stahlgewittern" nach dem Modell "Das Erdbeben von Chili" (Lehrerfortbildung) (http://139.30.60.221/~jk/Lehrerfortbildung/Erdbeben_in_Chili-Handlung.pdf) (PDF-Dokument).



Hausaufgabe zum 26.04.:

Analysieren Sie die Erzählsituation/Sprechsituation von "In Stahlgewittern" nach Martinez/Scheffel bzw. Genette.


Hausaufgabe zum 03.05.:

Analysieren Sie das Wertesystem der dargestellten Welt ("In Stahlgewittern") nach Lotman. Den grundlegenden Text zur Raumsemantik finden Sie unter Materialien zu literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen.


Hausaufgabe zum 10.05.:

Analysieren Sie das Kriegsgeschehen unter dem Aspekt der Männlichkeit bzw. der Männerphantasien des Protagonisten.


Hausaufgaben zum 24.05.:

Lesen Sie Remarques "Im Westen nichts Neues".


Hausaufgaben zum 07.06.:

Rekonstruieren Sie die dargestellte Psychologie am Beispiel des Protagonisten Paul Bäumer.


Hausaufgaben zum 14.06.:

Katalogisieren bzw. klassifizieren Sie die Sterbe- bzw. Todesarten in Remarques Roman "Im Westen nichts Neues".


Hausaufgaben zum 21.06.:

Vergleichen Sie die politischen und weltanschaulichen Implikationen des Romans "Im Westen nichts Neues" mit denen von Jüngers "In Stahlgewittern". Achten Sie dabei auf Aspekte wie Sinn des Krieges, Begriffe wie Volk, Staat, Nation, Heimat usw.



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