Bildung und Bildungsroman im 18. und 19. Jahrhundert - Aufbaukurs (hist./syst.)

aus Netzwerk-Literaturkritik, der freien Wissensdatenbank

Lutz Hagestedt


Bildung und Bildungsroman im 18. und 19. Jahrhundert


Donnerstag, 17–18.30


Der Texttyp des »Bildungsromans«, zur Zeit der Aufklärung entstanden und durch Goethes »Wilhelm Meister« (1795/96) paradigmatisch geworden, erzählt die »Transitionsphase« (Michael Titzmann) des – zumeist männlichen – jugendlichen Helden. Dieser ›Held‹ vollzieht eine wörtliche und metaphorische ›Reise zum Selbst‹, die glücken oder scheitern kann. Das Seminar thematisiert die Bildungsoptionen dieses Texttypes und nimmt fünf, teils sehr umfangreiche, in jedem Falle aber repräsentative Texte in den Blick: Karl Philipp Moritz: Anton Reiser. Psychologischer Roman (1785/86 u. 1790). Ludwig Tieck: Die Geschichte des Herrn William Lovell (1795/96). E. T. A. Hoffmann: Lebensansichten des Katers Murr (1819/1821). Wilhelm Hauff: Lichtenstein. Roman (1826). Ludwig Tieck: Der junge Tischlermeister. ›Novelle in sieben Abschnitten‹ (1836). Das Seminar setzt eine gewisse Vorliebe für komplexe Textanalysen sowie aktive und regelmäßige Mitarbeit voraus; Leistungsscheine können durch schriftliche Hausarbeiten (ab 15 Seiten Umfang) erworben werden. Die Anmeldung erfolgt via Stud.IP und in der ersten Seminarsitzung, die endgültige Aufnahme durch einen Lektüretest zu Karl Philipp Moritz’ psychologischem Roman »Anton Reiser« in der zweiten Sitzung.


Ak (hist./syst.), 2 SWS, f Abschluss mit Teilnahme- oder Leistungsschein Module C, J Modulprüfung wählbar




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