Allegorien des Lesens. Rilkes Poesie und Poetik - Aufbaukurs (hist./syst.)
aus Netzwerk-Literaturkritik, der freien Wissensdatenbank
Lutz Hagestedt
Allegorien des Lesens. Rilkes Poesie und Poetik
Mo: 17.15-18.45 Uhr
AK hist/syst, 2 SWS
• Module C, D2
„Jardin du Luxembourg || Mit einem Dach und seinem Schatten dreht | sich eine kleine Weile der Bestand | von bunten Pferden, alle aus dem Land, | das lange zögert, eh es untergeht. | Zwar manche sind an Wagen angespannt, | doch alle haben Mut in ihren Mienen; | ein böser roter Löwe geht mit ihnen | und dann und wann ein weißer Elefant.“ („Das Karussel“)
Rainer Maria Rilke (1875–1926) ist für sein hohes Formenbewusstsein bekannt. Der Lyriker, Übersetzer, Erzähler, Essayist, der einen umfangreichen und spannenden Briefwechsel führte, ist eine wichtige Stimme der Literatur um 1900. Sein literarisches Schaffen hat zudem eine ungewöhnlich reichhaltige Rezeption ausgelöst. Das Seminar versucht daher einen Einstieg in Werk und Person über systematische Lektüren, zu der uns ausgewählte analytische Arbeiten anregen werden.
Regelmäßige und aktive Teilnahme ist obligatorisch – das Seminar setzt Kreativität und erprobte Lektürekompetenz voraus; Leistungsscheine können durch schriftliche Hausarbeiten (ab 15 Seiten Umfang) erworben werden.Die Anmeldung erfolgt via Stud.IP und in der ersten Seminarsitzung, die endgültige Aufnahme durch einen Lektüretest zu Rilkes Tagebuchroman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910) in der zweiten Sitzungswoche.
Literatur:
• Manfred Engel, Dorothea Lauterbach (Hgg.): Rilke-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart/Weimar 2004.
